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Cebit: Saarland-Stand birgt vielfältiges Angebot DFKI arbeitet an Anwendungen der Zukunft

IT-Unternehmen des Landes präsentieren sich auf der Messe

Auf dem Saarland-Stand sind unterschiedlichste Aussteller aus der saarländischen IT-Landschaft vertreten. Zwei der acht Aussteller sind zum ersten mal in Hannover vertreten.Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz lässt nicht nur Roboter Fußball spielen – es entwickelt auch innovative Anwendungen.

 

Von SZ-Redakteur

Lothar Warscheid

Saarbrücker Zeitung vom 03.03.2010





Hannover. Hendrik Becker, Geschäftsführer der Saarbrücker Firma Internett will „das Blech weghaben“. Ihn stören alte Bildschirme, Computer und Server, die unter ihrer Blechverkleidung „Elektronik haben, die zu viel Energie verbraucht“. Wenn Firmen im Bereich der Informationstechnologie (IT) neue Geräte einsetzen, „können sie bis zu 80 Prozent des Stroms sparen“. Becker ist nicht nur aus Überzeugung ein Öko-Fan. Er will auch, dass möglichst viele Mittelständler ihre IT seinem Unternehmen anvertrauen und die eigenen Server entsorgen. Denn Internett betreibt im Saarland zwei Rechenzentren (Saarbrücken und Merzig), in denen sichergestellt wird, dass die IT-Strukturen der Kunden funktionieren.

Internett ist eines von acht Unternehmen, die am Saar-Gemeinschaftsstand auf der Computermesse Cebit ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Das Unternehmen ist zum ersten Mal in Hannover dabei. Cebit-Neuling ist auch die Firma Key-Systems, die zurzeit von Zweibrücken nach St. Ingbert umzieht. Key-Systems registriert auf Kundenwunsch Internet-Adressen. Firmenchef Alexander Siffrin räumt ein, dass „der Wettbewerb auf diesem Gebiet sehr intensiv ist“. Doch Key-Systems nimmt für sich in Anspruch, einen hohen Sicherheitsstandard bei der Verwaltung zu haben. Tippfehler-Recherchen finden beispielsweise ähnliche Adressen, unter denen Plagiate der Produkte angeboten werden, die Kunden von Key-Systems vertreiben.

Die anderen sechs Aussteller sind Stammkunden auf ZPT-Gemeinschaftsstand. Stephan Wald, Europa-Verkaufschef der US-Firma Basis International, vertreibt Software-Werkzeuge, mit denen man in den Firmen eigene Programme schreiben kann. „Wir sorgen dafür, dass das Programmieren einfach wird“, sagt Wald. In Saarbrücken ist die Europa-Zentrale von Basis beheimatet.





Die Saarbrücker Firma Metalevel setzt bei ihrem Hauptprodukt, der Dokumentenverwaltung Meta-Dok, ebenfalls auf Benutzerfreundlichkeit. Unter dem Motto „Machen Sie ihre Dokumente blau“ erkennt man künftig die von Meta-Dok verwalteten Ordner an ihrer blauen Farbe. Die Göttelborner Firma Deep Web hilft nicht nur dabei, Internet-Seiten zu erstellen. „Wir stellen auch die Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Nutzer jederzeit ihre Seiten aktualisieren können“, sagt Geschäftsführer Andreas Becker.

 

Bessere Verständlichkeit am Bildschirm ist das Geschäft der Saarbrücker Firma Centigrade. „Bisher sind viele Benutzer-Oberflächen sehr technikorientiert“, erläutert Geschäftsführer Thomas Immich. „Wir gestalten die Zeichen und grafischen Hinweise so, dass sie leicht zu verstehen und nachzuvollziehen sind.“

Das Rechtsportal Juris zeigt, wie das Saarland sein Amtsblatt ins Internet gestellt hat und wie man bei der Suche nach amtlichen Verlautbarungen fündig wird. „Das Saarland ist das erste Bundesland, das diesen Schritt vollzogen hat“, sagt Juris-Vertriebsmann Bernd Dippel.

Die Saarbrücker Firma DHC Dr. Herterich & Consultants ist unter anderem darauf spezialisiert, bei der Installation von IT-Systemen zu helfen, bei denen ein hoher Sicherheits-Standard vorgeschrieben ist. „Das gilt zum Beispiel für die IT bei der Herstellung von Pharma-Produkten“, sagt Großkunden-Betreuer Carsten Buri.